ASMET mit Unterstützung des BMIMI, Joanneum Research und MCL.  Seit 2013 ist dieser Workshop ein zentrales Forum für den Austausch zwischen Forschung, Industrie und Politik im Bereich der metallischen Werkstoffe. Im Rahmen des Werkstoffworkshops werden zukunftswesende Fragenstellungen für die österreichische Werkstoffcommunity diskutiert und F&E-Bedarfe definiert und vorgeschlagen. Heuer wurde der Werkstoffworkshop durch das von der FFG geförderte Projekt ATIMA (Advanced and Innovative Materials Austria) gefördert. Da im Projekt ATIMA auch diese Fragestellung behandelt wird, werden aus dem Werkstoffworkshop entscheidende Impulse für die Weiterentwicklung der metallischen Werkstoffe erwartet.

In diesem Jahr konnten 35 Experten und Expertinnen aus Forschung und Industrie begrüßt werden.
Der Workshop stand unter dem Leitthema „KI-Anwendungen in der Werkstoffentwicklung und Werkstoffproduktion“. Ziel war es, aktuelle Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz für Materialwissenschaften zu diskutieren, Potenziale für Forschung und Industrie auszuloten und Empfehlungen für neue F&E-Schwerpunkte an Politik und Förderinstitutionen abzuleiten.

Nach der Begrüßung durch Alexander Pogany (BMIMI) und Bruno Hribernik (ASMET) folgte ein Block von elf Impulsvorträgen:

  • KI in der Werkstoffentwicklung (europäische Perspektive) – A. Pogany (BMIMI)
  • KI für grüne Materialien – W. Ecker & J. Spitaler (MCL)
  • Verantwortungsvolle Materialentwicklung mit KI – L. Romaner (MUL)
  • Bildanalyse von Schliffbildern – H. Wiedenhofer (Joanneum Research)
  • KI im Recycling von Schredderschrott – R. Pomberger & G. Koinig (MUL)
  • Digitale Zwillinge metallurgischer Prozesse – C. Gruber (K1-MET)
  • Stähle auf Basis dynamischer Prozessparameter – A. Pichler (voestalpine Stahl)
  • KI in der Leichtmetallentwicklung – C. Schlögl (LKR AIT)
  • Schweißen mit KI – C. Sommitsch (TU Graz)
  • Rahmenbedingungen für Weiterbildung bei KI – M. Wieser (AK NÖ)

In der zweiten Hälfte des Workshops arbeiteten die Teilnehmer:innen in drei moderierten Gruppen zu folgenden Schwerpunkten:

  1. Materialentwicklung & Simulation – moderiert von W. Ecker
  2. Prozessentwicklung in der Produktion – moderiert von M. Hörlesberger
  3. Aus- und Weiterbildung für KI-Anwendungen – moderiert von R. Wiedenhofer-Bornemann

Dabei wurden konkrete Forschungsbedarfe, notwendige Rahmenbedingungen und Kooperationsmöglichkeiten identifiziert. Die Ergebnisse flossen in eine kurze Abschlusszusammenfassung von A. Pogany ein.

Fazit
Der Werkstoffworkshop 2025 verdeutlichte, dass KI-Technologien in der Materialentwicklung und -produktion bereits Anwendung finden, aber noch erheblicher Forschungs- und Qualifizierungsbedarf besteht. Besonders betont wurde die Notwendigkeit von Testplattformen, digitalen Zwillingen und Qualifizierungsprogrammen. Mit der Einbindung von 35 Expert:innen aus Wissenschaft, Industrie und Politik bestätigte sich Alpbach einmal mehr als ein Ort, an dem Impulse für die Zukunft der Werkstoffforschung entstehen.

Gruppenbild der Teilnehmer vom Werkstoffworkshop Alpbach

Gruppenbild der Teilnehmer vom Werkstoffworkshop Alpbach